Suchtprävention


Suchthilfe Kärnten - Drogenkoordination

FAQS

DIE HÄUFIGSTEN FRAGEN IM ÜBERBLICK
Mein Kind nimmt Drogen. Was soll ich tun?

Sprechen Sie mit Ihrem Kind und versuchen Sie, die Situation zu klären. Konfrontieren Sie Ihren Sohn/Ihre Tochter behutsam aber bestimmt mit Ihrem Verdacht und geben Sie ihr/ihm die Möglichkeit, auch über heikle Dinge zu sprechen. Achten Sie darauf, dass die Gesprächsbasis erhalten bleibt. Erhärtet sich Ihr Verdacht, bringt ein Gespräch keine Klärung oder haben Sie das Gefühl, dass die Entwicklung kritisch wird, nehmen Sie gleich Kontakt mit einer Beratungsstelle auf.

Was ist Sucht?

Sucht ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung, die (wenn sie nicht zum Stillstand gebracht werden kann) zu einer beständigen Verschlechterung bis hin zum völligen sozialen, körperlichen und psychischen Abstieg führen kann. Es besteht das unwiderstehliche, zwanghafte Verlangen nach einer ständig erneuten Einnahme von Suchtmitteln bzw. nach immer neuen Wiederholungen einer Handlung, um ein bestimmtes Lustgefühl zu erreichen oder um Unlustgefühle zu vermeiden. Diese Charakteristika kennzeichnen eine Suchterkrankung unabhängig von der Art der Sucht oder der Art der Suchtmittelwirkung.

Was ist Abhängigkeit?

WHO-Kriterien:

  1. Starker Wunsch oder Zwang zum Konsum
  2. Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich Beginn, Beendung und Menge des Substanzkonsums
  3. Konsum zur Milderung von körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen
  4. Toleranzentwicklung also weniger erwünschte Wirkung bei gleichbleibender Dosis im Laufe der Zeit oder Mehrbedarf um die gewünschte Wirkung zu erzielen
  5. Eingeengtes Verhaltensmuster im Umgang mit der Substanz
  6. Fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Substanzkonsums
  7. Anhaltender Substanzkonsum trotz des Nachweises eindeutiger schädlicher Folgen (z. B. Leistungsabfall, Arbeitsplatzverlust, Depressionen, körperliche Folgeerkrankungen)
    Die Diagnose „Abhängigkeit“ wird gestellt, wenn mindestens drei der genannten Kriterien vorliegen.
Wann wird Cannabis in Österreich legalisiert und darf ich Cannabissamen im Geschäft kaufen?

Eine Änderung der Strafbestimmungen im Hinblick auf Cannabis ist derzeit nicht absehbar.
Ja, Sie dürfen Cannabissamen kaufen. Aber wozu brauchen Sie sie? Der Anbau von Hanf mit dem Ziel Cannabis zu gewinnen oder zu konsumieren ist schließlich verboten.

Was sind gesundheitsbezogene Maßnahmen nach dem Suchtmittelgesetz?


Gesundheitsbezogene Maßnahmen sollen den Betroffenen auf dem Weg zu einem suchtfreien Leben helfen. Sie können in Österreich nicht zwangsverordnet werden. Man entscheidet sich freiwillig dafür.
Der/die Staatsanwalt/Staatsanwältin bzw. das Gericht kann auch die Zurücklegung einer Strafanzeige davon abhängig machen, ob der/die Angezeigte sich gesundheitsbezogenen Maßnahmen unterzieht. Dazu gehören:

  • Ärztliche Überwachung des Gesundheitszustands
  • Ärztliche Behandlung - Entzug/Substitution
  • Klinisch-psychologische Beratung und Betreuung
  • Psychotherapie
  • Psychosoziale Beratung und Betreuung

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Was ist eine Substitutions-Behandlung?

Die Substitutions-Behandlung ist eine anerkannte und fundierte Kranken-Behandlung mit dem Ziel, schwer Abhängige gesundheitlich und sozial zu stabilisieren. Dabei werden Opiat-Abhängige nicht nur mit Drogenersatzstoffen versorgt bzw. behandelt. Substitution ist eine Chance, die gesamte Lebenssituation zu verbessern! Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Mit Ihrem Besuch auf www.suchthilfe.ktn.gv.at stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Dies hilft uns den Service für Sie weiter zu verbessern.